Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Albanien

Erlebnis Kultur

Antike Spuren

Appollonia: nach Epidamnos die zweite griechische Kolonie und heute neben Butrint die bedeutendste archäologische Stätte Albaniens. Daneben gibt es ein mittelalterliches Kloster und ein gut gemachtes Museum.

Butrint: Die meistbesuchte archäologische Stätte Albaniens zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Sehenswürdigkeiten auf einer idyllischen kleinen Halbinsel zwischen Butrint-See und Vivar-Kanal umspannen nahezu 2500 Jahre.

Durrës: Im größten Amphitheater des Balkans ergötzten sich bis zu 20.000 Zuschauer an Gladiatorenkämpfen, der Tierhatz und anderen blutigen Spektakeln. Eine später unter die Sitzränge gebaute Kapelle birgt seltene byzantinische Wandmosaiken.

Ikonen und Fresken

Berat: Neben der Marienkirche präsentiert ein Museum die in Details und Farben schier atemberaubenden Ikonen von Onufri und weiteren albanischen Künstlern. Onufris Sohn Nikolla stattete die nahe Blachernenkirche mit Fresken aus.

Dečani: Das von KFOR-Truppen geschützte Kloster besitzt mit seiner Kirche den größten Sakralbau des mittelalterlichen Serbien und das wohl vollständigste Ensemble mittelalterlicher Fresken. Einige tausend biblische Gestalten schmücken noch die kleinste Wandfläche.

Korça: Das moderne Nationalmuseum setzt die besten Stücke aus dem weltweit größten Fundus an Ikonen wirkungsvoll in Szene.

Voskopoja: Das abgeschiedene Dorf war einmal Albaniens größte Stadt. Üppig ausgemalte, erstaunlich große Kirchen sind stumme Zeugen vergangener Größe und Pracht.

Malerische Altstädte

Berat: Die zum UNESCO-Welterbe zählende Stadt der tausend Fenster gilt mit ihren Altstadtvierteln und der noch immer bewohnten Zitadelle als Musterbeispiel einer osmanischen Stadt.

Gjirokastra: Auch diese eigenwillige Stadt aus Stein mit abweisenden Bürgerhäusern, verwunschenen Ecken und Albaniens schönster Basarstraße darf sich mit dem UNESCO-Prädikat schmücken. Hier wurden der Diktator Enver Hoxha und der Schriftsteller Ismail Kadare geboren.

Ohrid: Mazedoniens schönste Stadt verbindet die tolle Lage am See mit einem reichen kulturellen Erbe in Gestalt einer intakten Altstadt, dazu das älteste Kloster des Balkans, spätantike Mosaiken und eine Ikonensammlung von Weltrang.

Mächtige Burgen

Gjirokastra: Hoch über der Stadt erhebt sich die mächtige Festung mit ihren düsteren, feuchtkalten Gewölben und Kasematten, der Waffensammlung und dem früheren Kerker für politische Gefangene. Besonders an Regentagen ein unheimlicher Ort.

Kruja: Die Burg von Kruja gilt den Albanern als Nationalheiligtum. Von hier organisierte Fürst Skanderbeg den Widerstand gegen die übermächtigen Osmanen. Ein Museum feiert den Helden. Der Basar bietet Schnäppchen für Souvenirjäger.

Shkodra: Das mächtige Bollwerk namens Rozafa auf einem Hügel außerhalb der Stadt wurde noch zu Beginn des 20. Jh. militärisch genutzt – mehr als 2000 Jahre nach den ersten Mauerbauten durch Illyrer. Einer gruseligen Legende zufolge wurde im Burgwall eine Frau bei lebendigem Leibe eingemauert.

Ostalgie und Lost Places

Tirana: Am Fuß des Dajti-Bergs kann der Bunker besichtigt werden, in dem die Staats- und Parteiführung Schutz vor Bomben, Giftgas und Strahlung hätte finden und das Land regieren sollen. Bunk’ Art 2, der Bunker des Innenministeriums, ist der Geschichte der Staatssicherheit und ihrer Opfer gewidmet.

Kukës: Eine sozialistische Stadt vom Reißbrett, errichtet für jene, deren Heimat in einem Stausee versank, nie vollendet und doch viel zu groß, mit bröckelnden Mietskasernen und einem überdimensionierten Boulevard, auf dem auch mal Kühe grasen.

Spaç: Tunnelöffnungen, Abraumhalden, Verladerampen, zerfallende Wohnblocks, verblichene Parolen – was man für ein aufgegebenes Bergwerk halten könnte, war ein Gulag mit Arbeitssklaven, vielleicht der schlimmste unter den vielen Verbannungsorten, Lagern und Gefängnissen im kommunistischen Albanien.

Zurück