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Elba und der Toskanische Archipel
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Elba und der Toskanische Archipel

Orientiert auf Elba

... die größte Insel des toskanischen Archipels

Die nach Sizilien und Sardinien drittgrößte Insel Italiens liegt nur rund 10 km vor der toskanischen Küste. Mit 224 km2 ist Elba dennoch relativ klein, bringt es aber auf eine außerordentliche landschaftliche Vielfalt, die man so gar nicht erwarten würde: flache Küstenlandschaften mit herrlichen Sandbuchten im Süden, als Kontrast der steile und kahle Granitgipfel des Monte Capanne (1019 m) im Westen, uralte Kastanienwälder mit dichtem Unterholz, felsige Küstenabschnitte, die nur durch wenige kleine Buchten unterbrochen werden, und überall auf der Insel auch die typische mediterrane Macchia. Dass diese Schönheit auch erhalten bleibt, dafür sorgt man schon seit 1996, damals wurde der Parco Nazionale Arcipelago Toscano geschaffen, dank dem die herrlichen Landschaften und Meeresräume des Archipels geschützt werden.

Die Inselhauptstadt Portoferraio – hier leben übrigens knapp 12.000 der insgesamt etwa 32.000 Elbaner – versprüht ein besonderes Flair, eine Mischung aus Gassengewirr und (Yacht-)​Hafenromantik, überragt von Leuchtturm und Festung, mit Stadtstrand und zahlreichen Sehenswürdigkeiten, dazu unzählige einladende Restaurants für jeden Geschmack. Ohne den Besuch in der Inselhauptstadt bleibt ein Elba-Urlaub unvollständig.

... voller idyllischer Dörfer

Vor allem auf den Hügeln liegen sie, die wunderbar beschaulichen Dörfer der Insel, allen voran das exponierte Capoliveri im Südosten der Insel, das es an den Abenden der Hochsaison in puncto Besucherandrang locker mit der Inselhauptstadt Portoferraio aufnehmen kann. Auch die Bergdörfer rund um den Monte Capanne können sich sehen lassen, ein Streifzug durch die Gassen bietet zahllose Fotomotive und herrliche Weitblicke – z. B. in Marciana Alta oder aber im benachbarten Poggio.

Wer zur Urlaubsidylle auch Wasser braucht, findet quasi in jeder Ecke der Insel einen malerischen Hafen mit Flanierpromenade: Marina di Campo, der nach der Inselhauptstadt zweitgrößte und traditionsreiche Badeort, Marciana Marina, das gemütliche Hafendorf etwas abgelegen an der Nordwestküste, und Porto Azzurro in der tiefen Bucht im Südosten: Sie alle sind auch schöne und beliebte Häfen für Segler, die sich hier allabendlich einfinden. Bleiben die „Unscheinbaren“ im Nordosten: Auch Rio nell’​Elba, Rio Marina und Cavo lohnen einen Besuch, gerade weil sie ein wenig im Schatten der anderen Inselschönheiten stehen.

... die Insel der Mineralien

Geologisch betrachtet ist Elba eine Sensation: Die Insel bringt 170 verschiedene Mineralienarten hervor, die bekanntesten davon sind Pyrite, Hämatite, Magnetite und Quarzkristalle, aber auch Malachite, Azurite, Topase und Granate. Der Ilvait, benannt nach dem alten römischen Namen Elbas, kommt sogar nur hier vor. Ihren frühen Wohlstand hat die Insel aber einem ganz anderen Bodenschatz zu verdanken: Große Eisenerzvorkommen lockten schon die Etrusker an, die als erste den Rohstoff im großen Stil abbauten, geschlossen wurde die letzte Mine bei Capoliveri im Jahr 1981. Die aufgerissenen Abbruchhalden im Osten Elbas sind noch heute gut sichtbar. Im Osten wird man auch am ehesten auf der Suche nach Mineralien fündig, während der Westen der Insel in weiten Teilen aus Granitgestein besteht – das wiederum auch schon von den Etruskern und Römern abgebaut wurde.

... umgeben von weiteren Inselschönheiten

Der Legende nach soll Venus beim Bad im Tyrrhenischen Meer sieben Edelsteine aus ihrem Diadem verloren haben: einen großen – das ist Elba – und sechs recht kleine, das sind die umliegenden, kleinen Inseln des Toskanischen Archipels. Kleine Inseln, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: brettflach die heutige Ausflugs- und ehemalige Gefängnisinsel Pianosa, im Kontrast dazu das sagenumwobene Montecristo, ein mystischer Kegel, der bis zu 645 m aus dem Meer ragt. Eine Gefängnisinsel war auch das nördlich von Elba gelegene Capraia, dessen Nachbarinsel Gorgona noch heute eine Haftanstalt beherbergt. Von größerer touristischer Bedeutung sind nur das bergig-karge Giglio, die „Insel der Lilie“, weit südlich von Elba vor der toskanischen Küste, und das kleine, fast flache Giannutri, das mit seinen römischen Überresten ein besonders interessantes Ausflugsziel darstellt. Ausflüge sind übrigens von Elba aus nach Pianosa, Capraia und Giglio möglich. Wer nach Gorgona oder Giannutri will, muss den Umweg übers Festland in Kauf nehmen. Allein das unter strengem Naturschutz stehende Montecristo ist für Besucher nur eingeschränkt an wenigen Tagen im Jahr zugänglich.

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