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Ibiza und Formentera
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Ibiza und Formentera

Felsen, Küste, Kunst und mehr

Ikone Es Vedrà

So schräg die Mythen sind, die sich um Ibizas landschaftliches Wahrzeichen ranken, so bezaubernd ist der Blick auf den 382 m hohen Felsen vor der Südwestküste. Ob Ufo-Landeplatz, Hort der Sirenen oder Teil von Atlantis – Es Vedrà und der kleineren Nachbarin Es Vedranell wurde und wird vieles angedichtet. Fakt ist: Vom Wachtturm Torre des Savinar bietet sich der beste Blick auf den Giganten.

Der Gipfel Talaia de Sant Josep

Höher geht’s nicht: 475 m misst der Gipfel des Talaia de Sant Josep. Auf gut ausgeschildertem Weg können Naturbegeisterte auf Ibizas höchsten Berg wandern. Die gemütliche Tour dauert gut eineinhalb Stunden. Lohn des Aufstiegs: Mega-Panoramen ...

Felder für weißes Gold

Bevor die Pityusen Reiseziel wurden, bildete Meersalz den Schatz der Inseln. In Ibizas Süden und Formenteras Norden formte das weiße Gold eine Kultur-landschaft aus Wasserbecken und schmalen Wegen, nun Teil eines 17.000 ha großen Naturparks. Vom Besucherzentrum neben der Kirche von Sant Francesc de s’Estany lassen sich die Salzfelder erkunden – ein Teil wird noch bewirtschaftet. Der große Rest ist ein wertvolles Biotop, etwa für Flamingos, Reiher und Fischadler.

Altstadt Dalt Vila

Eine Zugbrücke führt in die befestigte Altstadt Eivissas, seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Wo die Kathedrale hoch über dem Zentrum thront, hatten bereits Römer und Araber Paläste errichtet. Die Festungsmauer, rundum intakt, kann zu Fuß erkundet werden. Schöne Ausblicke garantiert.

Kunst auf der Höhe der Zeit

Ibiza erwarb sich im Spanien der Franco-Diktatur einen Ruf als Pionierin für zeitgenössische Kunst. Davon zeugt in Eivissas Altstadt das 1971 eröffnete Museu d’Art Contemporani. Inzwischen hat sich dieser Kunsttempel zu einem kleinen, aber feinen Haus entwickelt. Größen wie Antoni Tàpies, Emilio Vedova und Hans Hinterreiter sind in dem renommierten Museum ebenso vertreten wie Kunst von Lokalmatadoren. Auch der Bau ist bemerkenswert: Er duckt sich hinter die Stadtmauer, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, und besitzt gerade aufgrund dieses baulichen Understatements großen Reiz.

Necròpolis Puig des Molins

In Eivissas Unterstadt ist die größte phönizische bzw. karthagische Totenstadt der Welt zu bestaunen. Diese historische Schatzkiste wurde 1946 durch Zufall entdeckt: Ein Maultier, das auf dem Hügel der Windmühlen graste (so der Name der Lokalität), stürzte in einen der Schächte. Insgesamt sollen es mehr als 3000 Grabkammern sein, die hier ab dem 6. Jh. v. Chr. entstanden. Einige sind samt Skelett-Kopien zu besichtigen. Im zugehörigen Museum erfahren Besucher Interessantes über die Kultur der Phönizier und der ihnen nachfolgenden und eng verwandten Karthager. Nachdem die Römer sie als Herrscher über den Mittelmeerraum abgelöst hatten, nutzte die neue Macht den Totenhügel weiter. All dies erfährt der Besucher im Museum der begehbaren Nekropolis.

In Espacio Micus

Die ehemalige Finca des Malers und Bildhauers Eduard Micus (1925–2000) in der Ortschaft Jesús hat sich in ein mehr als sehenswertes Museum verwandelt. Der aus Baden-Württemberg stammende Künstler – ein Schüler Willi Baumeisters – war 1972 auf die Insel gezogen und schuf dort ein Anwesen nach seinen Vorstellungen. Bespielt mit seinen spektakulären, meist großformatigen Bildern und einigen Skulpturen, ergeben die lichten und weiten Räume ein wahres Gesamtkunstwerk, das den Garten sozusagen ins Innere holt.

Cap de Barbaría (Formentera)

Zum strahlend weißen Leuchtturm am südlichsten Zipfel der Balearen gelangt man auf einem Asphaltsträßlein. Fast 100 m über dem Meer leuchtet nachts der Faro de Cap de Barbaría. Hinter dem Turm fällt die Küste steil ab. Keine 200 km entfernt liegt Afrika, genauer gesagt die Küste Algeriens.

Camí Romà (Formentera)

Der Fußweg hinauf zur Hochebene von La Mola eröffnet herrliche Blicke – fast über die gesamte Insel und bis hinüber nach Ibiza. Das beste Licht für Fotos herrscht am frühen Morgen. Ginster- und Aleppokiefernduft begleiten den rund 45-minütigen Aufstieg.

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