Die Strände

Der Tag am Meer

An den meisten Stränden lässt die Infrastruktur kaum Wünsche offen: Wassersportangebote gibt es (fast) überall. Natürlicher Schatten dagegen ist selten; 10–12 € pro Tag zahlen Sie für zwei Liegen und einen Schirm. Strandtavernen und Beach-Bars sind reichlich vorhanden: Die Palette reicht von der einfachen Bretterbude im Ein-Mann-Betrieb wie am Ag. Theologos-Strand bis zu professionell organisierten Tavernen wie dem Tam Tam nahe Mastihari mit angeschlossenem Shop oder der Bar Mylos am gleichnamigen Strand von Kos-Stadt mit DJ-Sets und großer Cocktailauswahl.

Obwohl in Griechenland verboten: Oben-ohne-Baden ist auf Kos an der Tagesordnung. Badeschuhe sind an einigen Stränden hilfreich, um über heißen Sand gehen zu können oder an den wenigen felsigen Stränden schmerzhaften Kontakt mit Seeigeln auszuschließen.

Kos-Stadt: der Betriebsame

Am Stadtstrand Lambi Beach finden Sie alle touristischen Unterhaltungsmöglichkeiten: Wasserski, Paragliding, Surfbrett- und Sonnenschirmverleih, Strandcafés, Eisverkäufer … Nur Ruhe fehlt manchmal. Die finden Sie in Richtung des Kap Skandari, zum Beispiel am Mylos-Beach, an dem Bäume ein wenig Schatten spenden. Auf der anderen Seite, in Richtung des Kap Agios Fokas, ist der Sand-Kies-Strand weniger frequentiert, was die Surfer und Kiter freut, die flott übers Wasser ziehen.

Embros-Therme: die heiße Quelle

Am östlichsten Punkt der Insel strömt aus einer Quelle nahe dem Ufer heißes Wasser ins Meer. Dort wird es in einem etwa 35 m2 großen Becken aus aufgeschichteten Steinen gestaut – fertig ist die Naturtherme. Dieser wird eine heilende Wirkung zugeschrieben, doch das heiße Bad genießen mitnichten nur Rheumageplagte; besonders nachts unter dem grandiosen Sternenhimmel ist es ein einmaliges Erlebnis.

Nordküste: Strand ohne Ende

An der Nordküste zwischen Mastihari und Marmari begrenzt ein Band kleiner Dünen den 25 km langen Strand. Der Meeresboden ist sandig und fällt nur flach ab – gut für Kinder und Eltern. Besonders am Strand von Tigaki reihen sich die Liegestühle aneinander. Doch wer sich zum Beispiel Richtung Salzsee aufmacht, findet auch in der Hauptsaison ein ruhigeres Plätzchen.

Auch Wassersportler fühlen sich an der Nordküste wohl, darunter Kat-Segler und Surfer, die sich vom Meltemi, dem starken Sommerwind, über die Wellen der Ägäis treiben lassen. Gleich vier Surfstationen sind in Marmari angesiedelt, mehr gibt es an keinem anderen Strand von Kos. Wer es einsam mag, für den dürfte der Strand westlich von Mastihari eine gute Adresse sein.

Kardamena: Blick auf den Vulkan

Größtenteils sandig und breit präsentieren sich die Strände bei Kardamena, vis-à-vis der Vulkaninsel Nissiros. Der Sand zieht sich über etwa 9 km am Meer entlang. Nur vor den großen Hotelanlagen ist einiges los, abseits davon lässt sich ein ruhiges, teils auch schattiges Plätzchen finden. Westlich des Hafens ist das Ufer ziemlich flach und es herrscht im Gegensatz zur Nordküste kaum Seegang, was die Strände besonders kinderfreundlich macht.

Bucht von Kefalos: nah am Paradies

Traumstrände gibt es an der Südküste einige, z. B. die Bucht von Kefalos im Südwesten. Das vorgelagerte Inselchen Kastri wirkt hier wie ein Schönheitsfleck: Er macht die weit geschwungene Bucht nur noch interessanter. Weiter östlich zieht sich der Sandstrand breit und weit bis zum Kap Helona. Der bekannteste Abschnitt ist der Paradise Beach. Abgesehen von Tavernen und Beach-Bars ist die Region unverbaut – und das ist in den Augen der Besucher ein großer Pluspunkt. Am Paradise Beach gibt es dennoch alles, was das Urlauberherz begehrt: eine Busverbindung, Parkplätze, Sonnenstuhlverleih, Schleppfahrten mit Banana und Co., Jet-Ski … 3 km östlich dagegen finden Sie nur ein paar Sonnenschirme am Strand – und ganz viel Ruhe.

Westküste: wild und einsam

An der Westküste finden Sie wilde und einsame Buchten, wo auch im Hochsommer kaum jemand anzutreffen ist. Dazu gehören zum Beispiel die Strände Agios Theologos, Kap Kata und weitere kleine Buchten ringsherum; allerdings schlagen Ihnen hier bei starkem Wind mitunter hohe Wellen entgegen. Am südwestlichen Ende der Insel wartet der Cavo Paradiso Beach auf Sie. Die mühsame Anfahrt lohnt: ein absoluter Traumstrand.

Zurück