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La Palma

Orientiert auf La Palma

… geografisch Afrika, politisch Europa

La Palma liegt rund 400 km westlich vor der Küste Südmarokkos und ist damit weit vom europäischen Festland entfernt. Politisch gehört die Insel zu Spanien und damit zur EU. Allerdings ist sie nicht Mitglied der Zollunion, was einige Preisvorteile auch für Urlauber mit sich bringt.

… eine der acht Hauptinseln der Kanaren

Die Inselgruppe der Kanaren zieht sich wie ein schmales Band in den Atlantik, La Palma liegt im äußersten Nordwesten und bildet so gewissermaßen ihren Abschluss. Im Größenranking der acht Hauptinseln des Archipels belegt La Palma hinter Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote den fünften Platz. Kleiner sind nur La Gomera, El Hierro und der erst Ende 2018 per königlichem Dekret in den Rang einer Hauptinsel erhobene Inselzwerg La Graciosa. Administrativ sind die Kanareninseln in der Comunidad Autónoma Canarias zusammengefasst, das kanarische Parlament hat seinen Sitz auf Teneriffa.

… eine Insel vulkanischen Ursprungs

Wie die gesamte Kanaren-Gruppe entstand La Palma durch glühende Lava aus dem Meer. Eines der augenfälligen Zeugnisse des vulkanischen Ursprungs sind die schwarzen Sandstrände der Insel. Noch ganz frisch ist die Erinnerung an den Vulkanausbruch 2021, dessen Zerstörungen nur regional im Südwesten zu sehen sind: An der Cumbre Vieja, einer Kette von mehr als 100 Vulkanen, schoss am 19. September aus mehren Öffnungen glühende Lava. Erst am 25. Dezember 2021 wurde der Ausbruch für beendet erklärt.

... La Isla bonita, die schöne Insel

Dieses Prädikat, das selbst die Bewohner der Nachbarinseln neidlos anerkennen, verdankt La Palma seiner erstaunlichen landschaftlichen Vielfalt. Auf kleinstem Raum trifft man auf alpine Gebirge, Vulkane, tiefe Schluchten, Nebelwälder, Steilküsten und Sandstrände mit schwarzem Vulkansand. Das Zentrum der Insel bildet die zum Nationalpark erklärte Caldera de Taburiente, ein riesiger, nicht durch Vulkanismus, sondern durch Erosion entstandener Kessel, der von mehreren weit über 2000 Meter hohen Gipfeln flankiert wird. Der höchste davon ist der Roque de los Muchachos, der 2428 Meter in den Himmel ragt. Von den Gipfeln geht es zum Teil dramatisch steil bis knapp 2000 Meter hinab. Die Caldera ist eines von mehreren Wanderparadiesen der Insel.

… La Isla verde, die grüne Insel

Knapp über 40 Prozent der Gesamtfläche La Palmas sind von Wäldern bedeckt, darunter Pinienwälder und die berühmten, häufig in dichten Nebel gehüllten Lorbeerwälder im Nordosten. Hier bringen die Passatwolken die Feuchtigkeit, die zusammen mit der warmen Luft eine auf der Welt einmalige Vegetation von subtropischen Urwäldern entstehen ließ. Die vielleicht eindrucksvollste Pflanze im Lorbeer-Nebelwald ist der Kettenfarn mit seinen meterlang überhängenden tiefgrünen Wedeln. Insgesamt kennt man mehr als 700 verschiedene Pflanzenarten auf La Palma, 70 davon sind endemisch, kommen also nur hier vor. Die gesamte Insel wurde 2002 deswegen von der UNESCO als Biosphärenreservat geadelt.

… das Richtige für Individualreisende

Vom Massentourismus ist La Palma verschont geblieben. Die Mehrheit der Urlauber wohnt in Ferienhäusern und Apartments im Südosten, Westen und Nordwesten. Lediglich die Badeorte Los Cancajos im Osten und Puerto Naos im Westen verfügen über ein großes Hotel, eine weitere Hotelanlage befindet sich im Süden der Insel.

… ein Ganzjahresreiseziel

Seine geografische Lage, die beständigen Passatwinde und die Meeresströmung bescheren La Palma den ewigen Frühling, ein mildes Klima, das meist frühsommerlich daherkommt. Die Gebirgszüge wirken als Klimascheide und schaffen Unterschiede: Im Osten ist es häufiger bedeckt und feucht, im Westen dagegen meist sonnig. Mit ein paar Regentagen und einigen heißen Tagen im Jahr muss man rechnen.

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