Baden und aktiv sein

Ein Katzensprung zum nächsten Beach

Über 180 km Küstenlänge bieten die Inseln. Zusammen mit Zypern hat Malta europaweit die beste Wasserqualität, über allen populären Stränden weht die blaue Flagge. Sandstrände sind jedoch rar und in der Hochsaison vielerorts überlaufen. Das gilt insbesondere für die bekanntesten wie die Mellieħa Bay und die Golden Bay auf Malta, die Ramla Bay auf Gozo und ganz besonders für Cominos Blue Lagoon, den traumhaft türkisfarbenen Bade-Hotspot des Archipels. Einer der Hits unter Maltas Felsstränden ist Peter’s Pool, eine enge, tief eingeschnittene Bucht, umgeben von rauen Felsplatten. Wer gerne weicher liegt, fährt zu den weitestgehend unverbauten Stränden Ġnejna Bay und Għajn Tuffieħa Bay im Westen Maltas oder in die von Klippen umrahmte Sandbucht Paradise Bay im Norden der Insel. Tipp für Gozo: die San Blas Bay, ein kleiner, goldbrauner Sandstrand zwischen üppiger Vegetation und tiefblauem Meer.

Fun auf dem Wasser

Das Wasser klar wie Gin – wer in Maltas Gewässern nicht ein wenig umherschnorchelt, ist selbst schuld. Zudem werden an den Stränden und an manchen Lidos diverse Fun-Water-Sports-Aktivitäten angeboten, wie Jetski, Paragliding oder Bananariding. Auch Seakayaking und Stand-up-Paddling (SUP) werden offeriert. Darüber hinaus kann man windsurfen und kiten. Außerhalb der Badesaison tanzen die bunten Segel der Kitesurfer in der Mellieħa Bay, während der Badesaison ist die White Tower Bay auf dem Marfa Ridge der Spot. Gute Windbedingungen herrschen insbesondere im Frühjahr und im Herbst.

Der Hit in Sachen Fun Water Sports ist das sog. Flyboarding – ideal für alle, die einmal Superman spielen wollen. Die mit hohem Wasserdruck angetriebene Spaßmaschine lässt einen teils bis zu 10 m hoch springen und durch die Gegend fliegen – alles in allem eine gnadenlose Benzinvergeudung, die aber irre Laune macht (schon allein beim Zusehen).

Ab in die Tiefe!

Grotten, Steilwände, Höhlen und rund 30 gesunkene Schiffe, darunter U-Boote und Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg – die hiesige Unterwasserwelt bietet im Mittelmeerraum nahezu Unvergleichliches. Zudem herrschen vielerorts Sichtweiten von über 30 m. Auch die Unterwasserflora und -fauna sind überwältigend. Im Reiseteil wird unter dem Stichwort „Tauchen“ auf die besten Divespots hingewiesen. Wer noch nicht im Besitz eines Tauchscheins ist, kann auf Malta Kurse buchen. Insgesamt gibt es rund 40 Tauchbasen und -schulen auf Malta und Gozo, die führenden mit deutschsprachigem Personal sind ebenfalls im Reiseteil verzeichnet. Taucher-Hotspots sind auf Malta die St. Paul’s Bay und Marsaskala, auf Gozo Marsalforn und Xlendi. Detailinfos zum Tauchen.

In Wanderstiefeln unterwegs

Die maltesischen Inseln sind kein klassisches Wanderziel, zumal auch kein flächendeckendes markiertes Wanderwegenetz existiert. Das heißt aber noch lange nicht, dass man hier keine schönen Routen findet. Der Südwesten und Norden Maltas lassen sich prima per pedes erkunden, und Gozo bietet gar überaus beeindruckende Wanderwege. Die idealen Wanderzeiten sind das Frühjahr und der Herbst, wenn die Felder grün sind und die Wiesen in Blüte stehen. Im Sommer dagegen wird das Wandern mangels Schatten fast schon zur Tortur. Generell sollten Sie unbedingt immer ausreichend viel Wasser dabeihaben. Sich unterwegs in den Dörfern mit Proviant einzudecken, ist nicht immer möglich – die Geschäfte, wenn es welche gibt, sind meist zwischen 12 und 16 Uhr geschlossen. In unserem Wanderführer ab S. 267 finden Sie insgesamt zwölf Touren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Länge.

Malta für Adrenalin-Junkies

Malta ist ein Mekka der Cliff Diver, Cliff Jumper, Abseiler, Freeclimber (zig Routen für alle Ansprüche), Zipliner und anderer Adrenalin-Junkies. Wer den puren Wahnsinn scheut, kann den Jungs und Mädels auch einfach zuschauen, z. B. den Kletterern am Wied il-Mielaħ Window an der Nordküste Gozos. Anbieter für Adventure-Sportarten.

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