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Montenegro

Unterwegs mit Achim Wigand

Achim Wigand

Am Anfang stand ein Theaterprojekt und jemand im Weg: ein sinisterer Balkanpotentat, der uns, einer nun wirklich harmlosen Mimentruppe, kein Visum für den Restkörper Jugoslawiens erteilen wollte. So fuhren wir dann halt nach Montenegro. Das gehörte zwar eigentlich noch zu Jugoslawien, aber so ganz dann eben doch nicht. Statt im notorisch verrußten Belgrad landeten wir in einem Idyll – in Kotor und seiner gleichnamigen Bucht. Und tatsächlich nur wir: Kurz nach dem Ende der Isolation durch das UN-Embargo war Montenegro zur Terra incognita des europäischen Tourismus geworden. Meine Schauspielkollegen von damals fanden die Episode nett, vergaßen sie jedoch bald wieder. Ich hingegen kam 2005 wieder, nachdem mich einer der zahlreichen Mäander meiner Biografie zielstrebig in eine sehr vertrocknete Gegend geführt hatte. Richtig Zeit hatte ich also und so kam ich auch in die hinteren und letzten Winkel eines Landes voller landschaftlicher wie gesellschaftlicher Schönheiten und Bizarrerien. Na ja, und darüber habe ich dann diesen Reiseführer geschrieben.

Seitdem hat sich in Montenegro vieles verändert – allein ist man z. B. nur noch selten –, aber immer noch staune ich über das Spektakel, das so ein kleines Land in seine engen Staatsgrenzen packt.

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